Förderplanung
Förderwirkung nachvollziehbar dokumentieren
Eine gute Dokumentation verbindet die konkrete Maßnahme mit einem vorher definierten Ziel und einem fortlaufenden Verlauf.
Nicht jede Veränderung nach Förderbeginn wurde durch die Förderung verursacht. Trotzdem lässt sich systematisch prüfen, ob der Verlauf zur erwarteten Wirkung passt.
1. Förderfrage festhalten
Formuliere eine überprüfbare Frage: „Steigt der Anteil selbstständiger Arbeitszeit nach Einführung des visuellen Arbeitsplans?“
2. Ausgangsverlauf erfassen
Mehrere Baseline-Messungen zeigen, wie hoch und wie stabil das Zielverhalten vor der neuen Maßnahme war.
3. Maßnahme konkret beschreiben
„Mehr Unterstützung“ ist zu ungenau. Dokumentiere, was sich tatsächlich ändert, wer es umsetzt und ab welchem Datum.
4. Vergleichbar weiterbeobachten
Behalte Ziel, Skala und Beobachtungssituation möglichst bei. Markiere Abweichungen, die die Interpretation beeinflussen könnten.
5. Gemeinsam interpretieren
Betrachte Niveau, Trend, Schwankung und mögliche Phasenunterschiede. Frage zusätzlich, ob sich Kontext, bewertende Person oder Anforderung verändert haben.
Eine sinnvolle Entscheidung kann auch lauten: Die Daten reichen noch nicht aus. Wir beobachten weiter oder verbessern zunächst die Messung.
Was in eine kurze Dokumentation gehört
- Förderfrage und beobachtbares Zielverhalten
- Skala, Situation und Messrhythmus
- Ausgangsphase und Startdatum der Maßnahme
- konkrete Beschreibung der Förderung
- Verlauf mit gekennzeichneten Besonderheiten
- gemeinsame Interpretation und nächster Schritt